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Trockenheitsverträgliche Bäume

Was diese Bäume auszeichnet
Tiefe Pfahlwurzeln erreichen Wasser, an das andere nicht herankommen. Kleine, feste oder behaarte Blätter verdunsten weniger. Viele der Arten stammen aus Südeuropa oder von trockenen Wildstandorten – Hitzeperioden werfen sie nicht aus der Bahn.
Gießen gehört trotzdem dazu
Trockenheitsverträglich heißt nicht wartungsfrei: In der Anwachsphase – den ersten zwei bis drei Jahren – brauchen auch diese Bäume regelmäßige Wassergaben. Und selbst eingewachsene Exemplare freuen sich in längeren Trockenphasen über eine gründliche Gießrunde.
Kein Grund zur Sorge um den Rest
Diese Auswahl heißt nicht, dass andere Bäume keine Zukunft hätten. Sie ist für Standorte gedacht, an denen es besonders heiß, windig oder sandig ist – dort spielen diese Arten ihre Stärken aus und ersparen Ihnen laufendes Gießen.
Welcher Baum passt wohin?
Für den klassischen Hausbaum auf trockenem Standort sind Blumenesche, Zürgelbaum und Hopfenbuche erste Wahl – mittelgroß, gesund und pflegeleicht. Wo es kleiner bleiben soll, passen Felsen-Ahorn, Apfeldorn, Steinweichsel, die Zieräpfel 'Evereste' und 'Royalty' oder – als Solitär mit Charakter – der Hänge-Schnurbaum mit seiner bis zum Boden reichenden Trauerkrone. Wer Wert auf heimische Arten legt, greift zu Feldahorn, Elsbeere, Felsenbirne oder Stieleiche – Letztere wurzelt so tief, dass ihr auch trockene Sommer wenig anhaben. Mediterranes Flair bringen Seidenbaum und Jap. Schnurbaum, während Ginkgo und die Kugel-Akazie seit Jahrzehnten beweisen, was sie im heißen Stadtklima aushalten.
Richtig gießen – am Anfang und in Trockenphasen
Jeder frisch gepflanzte Baum – auch der trockenheitsverträglichste – lebt in den ersten zwei bis drei Jahren von regelmäßigen Wassergaben, bis die Wurzeln in die Tiefe gefunden haben. Bewährt hat sich ein Gießrand und einmal pro Woche durchdringend wässern (20–50 Liter je nach Größe) statt täglich ein wenig. Danach sinkt der Aufwand deutlich: Eingewachsene Bäume dieser Auswahl kommen weitgehend allein zurecht – nur bei wochenlanger Hitze ohne Regen sollten auch sie hin und wieder eine gründliche Wassergabe bekommen.
Unsere Bäume für trockene Standorte
Apfeldorn
Crataegus × lavallei
robuster Kleinbaum – weiße Blüte, orangerote Früchte bis in den Winter
Felsen-Ahorn
Acer monspessulanum
kleiner Ahorn aus dem Süden – kommt mit Hitze und kargen Böden zurecht
Felsenbirne Baum
Amelanchier lamarckii
Blütenwolke im April, essbare Beeren, leuchtende Herbstfärbung
Hänge-Schnurbaum
Sophora japonica 'Pendula'
malerische Hängekrone auf Stamm – hitzefester Kleinbaum für trockene Gärten
Hopfenbuche
Ostrya carpinifolia
der Hainbuche ähnlich, aber deutlich trockenfester – für warme Lagen
Kugel-Akazie
Robinia pseudoacacia 'Umbraculifera'
kompakte Kugelkrone ohne Schnitt – die Robinie ist extrem trockenheitsfest
Seidenbaum
Albizia julibrissin 'Ombrella'
schirmförmige Krone, rosa Blüten im Hochsommer – ein Baum für heiße Plätze
Zierapfel 'Evereste'
Malus 'Evereste'
reiche weiße Blüte, orangerote Zieräpfel – gilt als stadtklimafest
Zierapfel 'Royalty'
Malus 'Royalty'
dunkelrotes Laub, purpurrote Blüte – robust und hitzeverträglich
Häufige Fragen
Muss ich trockenheitsverträgliche Bäume überhaupt gießen?
Ja – in der Anwachsphase (die ersten zwei bis drei Jahre) regelmäßig und durchdringend, danach nur noch in längeren Trockenphasen. Der Unterschied zu empfindlicheren Arten liegt im Aufwand nach dem Anwachsen, nicht am Anfang.
Wann ist die beste Pflanzzeit auf trockenen Standorten?
Der Herbst. Der Boden ist noch warm, die Verdunstung gering, und der Baum hat bis zum Sommer Zeit, Wurzeln zu bilden – so startet er mit einem Vorsprung in die erste Hitzeperiode.
Sind auch heimische Arten dabei?
Ja: Feldahorn, Elsbeere, Steinweichsel, Felsenbirne und Stieleiche sind in Österreich heimisch bzw. seit jeher hier zuhause – wertvoll für Insekten und Vögel und zugleich erstaunlich trockenfest.
Hilft Mulchen gegen Trockenheit?
Sehr sogar. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Rasenschnitt auf der Baumscheibe hält die Feuchtigkeit im Boden, dämpft die Sommerhitze und spart spürbar Gießwasser.
Weitere Themen
Unsicher, welcher Baum zu Ihrem Standort passt?
Wir kennen trockene Lagen aus eigener Erfahrung und beraten Sie gerne.








