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Pflanzen nach Bedarf

Trockenheitsverträgliche Bäume

Manche Bäume kommen von Natur aus besser mit heißen Sommern und wenig Regen zurecht – durch tiefe Wurzeln, kleines oder ledriges Laub und ihre Herkunft aus warmen Regionen. Hier finden Sie unsere Arten für trockene, sonnige Standorte – erprobt bei uns im Marchfeld, einer der trockensten Gegenden Österreichs.

Bewährt im pannonischen KlimaHeimische Arten dabeiWenig Gießaufwand nach dem Anwachsen
Blumenesche – trockenheitsverträglicher Baum in voller Blüte

Was diese Bäume auszeichnet

Tiefe Pfahlwurzeln erreichen Wasser, an das andere nicht herankommen. Kleine, feste oder behaarte Blätter verdunsten weniger. Viele der Arten stammen aus Südeuropa oder von trockenen Wildstandorten – Hitzeperioden werfen sie nicht aus der Bahn.

Gießen gehört trotzdem dazu

Trockenheitsverträglich heißt nicht wartungsfrei: In der Anwachsphase – den ersten zwei bis drei Jahren – brauchen auch diese Bäume regelmäßige Wassergaben. Und selbst eingewachsene Exemplare freuen sich in längeren Trockenphasen über eine gründliche Gießrunde.

Kein Grund zur Sorge um den Rest

Diese Auswahl heißt nicht, dass andere Bäume keine Zukunft hätten. Sie ist für Standorte gedacht, an denen es besonders heiß, windig oder sandig ist – dort spielen diese Arten ihre Stärken aus und ersparen Ihnen laufendes Gießen.

Welcher Baum passt wohin?

Für den klassischen Hausbaum auf trockenem Standort sind Blumenesche, Zürgelbaum und Hopfenbuche erste Wahl – mittelgroß, gesund und pflegeleicht. Wo es kleiner bleiben soll, passen Felsen-Ahorn, Apfeldorn, Steinweichsel, die Zieräpfel 'Evereste' und 'Royalty' oder – als Solitär mit Charakter – der Hänge-Schnurbaum mit seiner bis zum Boden reichenden Trauerkrone. Wer Wert auf heimische Arten legt, greift zu Feldahorn, Elsbeere, Felsenbirne oder Stieleiche – Letztere wurzelt so tief, dass ihr auch trockene Sommer wenig anhaben. Mediterranes Flair bringen Seidenbaum und Jap. Schnurbaum, während Ginkgo und die Kugel-Akazie seit Jahrzehnten beweisen, was sie im heißen Stadtklima aushalten.

Richtig gießen – am Anfang und in Trockenphasen

Jeder frisch gepflanzte Baum – auch der trockenheitsverträglichste – lebt in den ersten zwei bis drei Jahren von regelmäßigen Wassergaben, bis die Wurzeln in die Tiefe gefunden haben. Bewährt hat sich ein Gießrand und einmal pro Woche durchdringend wässern (20–50 Liter je nach Größe) statt täglich ein wenig. Danach sinkt der Aufwand deutlich: Eingewachsene Bäume dieser Auswahl kommen weitgehend allein zurecht – nur bei wochenlanger Hitze ohne Regen sollten auch sie hin und wieder eine gründliche Wassergabe bekommen.

Unsere Bäume für trockene Standorte

Apfeldorn

Apfeldorn

Crataegus × lavallei

robuster Kleinbaum – weiße Blüte, orangerote Früchte bis in den Winter

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Blumenesche

Blumenesche

Fraxinus ornus

duftende weiße Blütenrispen im Mai – der Klimabaum schlechthin

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Elsbeere

Elsbeere

Sorbus torminalis

heimische Rarität – wertvolles Wildgehölz mit prächtiger Herbstfärbung

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Feldahorn

Feldahorn

Acer campestre

heimischer, anspruchsloser Baum – verträgt Hitze, Wind und Schnitt

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Felsen-Ahorn

Felsen-Ahorn

Acer monspessulanum

kleiner Ahorn aus dem Süden – kommt mit Hitze und kargen Böden zurecht

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Felsenbirne Baum

Felsenbirne Baum

Amelanchier lamarckii

Blütenwolke im April, essbare Beeren, leuchtende Herbstfärbung

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Ginkgo

Ginkgo

Ginkgo biloba

lebendes Fossil – unempfindlich gegen Hitze und Stadtklima

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Hänge-Schnurbaum

Hänge-Schnurbaum

Sophora japonica 'Pendula'

malerische Hängekrone auf Stamm – hitzefester Kleinbaum für trockene Gärten

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Hopfenbuche

Hopfenbuche

Ostrya carpinifolia

der Hainbuche ähnlich, aber deutlich trockenfester – für warme Lagen

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Jap. Schnurbaum

Jap. Schnurbaum

Sophora japonica

cremeweiße Blütenrispen – hitzefester Großbaum und Bienenweide

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Kugel-Akazie

Kugel-Akazie

Robinia pseudoacacia 'Umbraculifera'

kompakte Kugelkrone ohne Schnitt – die Robinie ist extrem trockenheitsfest

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Seidenbaum

Seidenbaum

Albizia julibrissin 'Ombrella'

schirmförmige Krone, rosa Blüten im Hochsommer – ein Baum für heiße Plätze

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Steinweichsel

Steinweichsel

Prunus mahaleb

heimische Wildkirsche – weiße Blüte, gedeiht auch auf trockenen Böden

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Stieleiche

Stieleiche

Quercus robur

heimische Eiche – wurzelt tief und übersteht so auch trockene Sommer

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Zierapfel 'Evereste'

Zierapfel 'Evereste'

Malus 'Evereste'

reiche weiße Blüte, orangerote Zieräpfel – gilt als stadtklimafest

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Zierapfel 'Royalty'

Zierapfel 'Royalty'

Malus 'Royalty'

dunkelrotes Laub, purpurrote Blüte – robust und hitzeverträglich

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Zürgelbaum

Zürgelbaum

Celtis australis

südlicher Stadtbaum – tiefwurzelnd, hitzefest und sehr langlebig

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Häufige Fragen

Muss ich trockenheitsverträgliche Bäume überhaupt gießen?

Ja – in der Anwachsphase (die ersten zwei bis drei Jahre) regelmäßig und durchdringend, danach nur noch in längeren Trockenphasen. Der Unterschied zu empfindlicheren Arten liegt im Aufwand nach dem Anwachsen, nicht am Anfang.

Wann ist die beste Pflanzzeit auf trockenen Standorten?

Der Herbst. Der Boden ist noch warm, die Verdunstung gering, und der Baum hat bis zum Sommer Zeit, Wurzeln zu bilden – so startet er mit einem Vorsprung in die erste Hitzeperiode.

Sind auch heimische Arten dabei?

Ja: Feldahorn, Elsbeere, Steinweichsel, Felsenbirne und Stieleiche sind in Österreich heimisch bzw. seit jeher hier zuhause – wertvoll für Insekten und Vögel und zugleich erstaunlich trockenfest.

Hilft Mulchen gegen Trockenheit?

Sehr sogar. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Rasenschnitt auf der Baumscheibe hält die Feuchtigkeit im Boden, dämpft die Sommerhitze und spart spürbar Gießwasser.

Weitere Themen

Unsicher, welcher Baum zu Ihrem Standort passt?

Wir kennen trockene Lagen aus eigener Erfahrung und beraten Sie gerne.

Baum-Ratgeber